Parodontose

Der Begriff Parodontose enthält das Wort Parodontium, auf Deutsch: Zahnbett oder Zahnhalteapparat.

Parodontose ist genau genommen die frühere Bezeichnung für eine eher seltenere Erkrankung des Zahnhalteapparates, bei der zu einer entzündungsfreien Rückbildung des Zahnbetts kommt. Die Ursache ist häufig Überlastung.

Wenn heute in den Medien, in der Werbung und in der Bevölkerung von Parodontose gesprochen wird, ist damit aber nicht die oben beschriebene Erkrankung gemeint, sondern eine Zerstörung des Zahnhalteapparats, die durch eine Entzündung hervorgerufen wird. Der medizinisch korrekte Begriff hierfür ist Parodontitis. Obwohl sich der Begriff "Parodontose" hartnäckig hält, wollen wir daher im Folgenden besser von Parodontitis sprechen. Plaque ist der Hauptgrund für die Entstehung einer Parodontitis.

 

Bakterienbeläge, die sich am Zahn anhaften, nennt man Plaque. Diese ist weich und klebrig und wird von den Bakterien aus Speiseresten und Speichel gebildet. Besonders zuckerhaltige Nahrung fördert deren Entstehung und Wachstum.
Die meisten Bakterien, die sich am Zahn anhaften und Plaque bilden, befinden sich nicht von Geburt an in der Mundhölle. Sie werden im Sinne einer Infektion auf das Kind übertragen.

Plaque kann mit der Zeit durch Ausfällung von Kalziumsalzen aus dem Speichel mineralisieren. Sie verhärtet sich durch "Verkalkung" zu Zahnstein.